Grundlegende Informationen zu Generativen KI-Systemen finden Sie auf der Seite Was ist KI?.

Das Zentrum virtUOS arbeitet intensiv daran, Studierenden und Mitarbeitenden der Universität Osnabrück Angebote zu machen, mit denen ein sinnvoller Basis-Zugang zu KI-Diensten ermöglicht ist. Dieses Basis-Angebot soll vor allem die Anforderungen von Studium und Lehre abdecken.

Datenschutzkonforme Zugänge zu generativen KI-Systemen

Innovative, KI-bezogene Erweiterungen von Stud.IP


Unsere datenschutzkonformen Zugänge zu KI-Systemen

Über kiwi.uos.de stellt die UOS Ihren Mitgliedern seit dem Sommersemester 2024 einen kostenlosen und datenschutzkonformen Zugang zu verschiedenen Large Language Modellen zur Verfügung. Über den Uni-Account kann auf zwei verschiedene kiwi-Instanzen zugegriffen werden:
kiwi-secure bietet Zugang zu leistungsstarken lokal betriebenen LLMs und eignet sich für die Verarbeitung von sensiblen Daten, da die Eingaben auf universitätseigenen Servern verarbeitet werden. Über kiwi-connect können LLMs von externen Anbietern und umfangreichere Funktionen genutzt werden, eingegebene Daten verlassen allerdings (teils) die Server der Universität Osnabrück.

Die über kiwi bereitgestellten Modelle sind teilweise an der Uni oder extern betrieben. Beachten Sie die unterschiedlichen Nutzungsregeln.

Bedienung

Übersicht

  1. Instanzauswahl & Anmeldung
  2. Chatoberfläche
  3. Modellauswahl
  4. Chatverläufe
  5. Werkzeuge
  6. Agenten
  7. Prompts
  8. Erinnerungen

1. Anmeldung & Instanzauswahl
Gehen Sie auf kiwi.uni-osnabrueck.de. Wie Sie rechts im Bild sehen, können Sie nun zwischen den beiden Instanzen kiwi-connect und kiwi-secure wählen:
Während kiwi-secure einen Zugang zu lokal betriebenen Modellen und Funktionen bietet, bei denen die Daten ausschließlich auf Servern der UOS verarbeitet werden, können über kiwi-secure zusätzlich auch extern eingebundene Modelle sowie weitere Funktionen genutzt werden, bei denen ggf. auch Daten außerhalb der UOS verarbeitet werden.
Nach der Auswahl der Instanz können Sie sich einloggen. Dazu nutzen Sie Ihre persönliche Benutzerkennung, mit der Sie sich z.B. auch bei Stud.IP anmelden.

2. Chatoberfläche
Nach dem Login gelangen Sie direkt zur Chatoberfläche. Am unteren Bildschirmrand findet sich das Eingabefeld, über das Sie mit dem Sprachmodell interagieren können.
Sie können hier neben den Werkzeugen auch den Dateiupload auswählen:
a) Hochladen zum KI-Anbieter: Um Dateien (Bilder, PDFs, Texte etc.) direkt von dem Modell verarbeiten zu lassen. Abhängig von Anbieter sowie Modell können nur bestimmte Arten von Dateien verarbeitet werden.
b) Hochladen als Text: Das ganze Dokument wird für das Modell in Text umgewandelt. Das ist sinnvoll für kleine Dokumente und für Fälle, in denen der gesamte Kontext benötigt wird: kurze Texte, Programmskripte, Datensätze (CSV usw.). Das Dokument erscheint mit einem T-Symbol im Bereich „Dateien anhängen“ in der rechten Seitenleiste.
c) Hochladen für die Dateisuche (bei eingeschaltetem Werkzeug Datei-Suche): Auf dem Dokument wird eine Suche ausgeführt. Das ist besonders bei umfangreichen Dateien sinnvoll, da auch angegeben wird, wo die Informationen im Dokument zu finden sind.

3. Modellauswahl
Oben links im Chatfenster können Sie das Sprachmodell wählen, mit dem Sie interagieren wollen:
In kiwi-secure stehen Ihnen verschiedene Sprachmodelle bereit, die ausschließlich lokal auf Servern der Universität Osnabrück betrieben werden. In kiwi-connect können Sie einerseits auf die lokal an der Uni Osnabrück betriebenen Modelle zugreifen; darüber hinaus können Sie unterschiedliche Sprachmodelle nutzen, die von externen Anbietern auf deren Servern betrieben werden.
Weiteres dazu wird unten zum Datenschutz erklärt.

Eine weitere Auswahlmöglichkeit bieten die sog. „Agents“, die unter 6. näher erklärt werden.

Grundlegende Informationen zu den Unterschieden zwischen verschiedenen KI-Sprachmodellen finden Sie auf dieser Seite.

4. Chatverlauf
Die Chatverläufe werden sitzungsübergreifend für 3 Monate gespeichert. Das bedeutet: Sie können über mehrere Sitzungen hinweg eine themenspezifische Konversation mit dem KI-System führen. Die Liste Ihrer bisherigen Konversationen finden Sie in der linken Seitenleiste.
Die Chatverläufe liegen dabei auf den Servern der Universität Osnabrück. Wenn Sie sicherstellen wollen, dass wichtige Konversationen nicht verloren gehen, archivieren Sie diese über das Dreipunktemenü neben dem Chat.

5. Werkzeuge
Innerhalb der Texteingabe findet sich die Werkzeugauswahl. Hier können verschiedene Werkzeuge aktiviert werden:
a) Dateisuche: Mit der Dateisuche werden Dateien durchsucht, die hochgeladen oder aus dem Dateibereich ausgewählt werden.
b) Web-Suche: Mit aktivierter Web-Suche wird das Internet nach (aktuellen) Ergebnissen durchsucht.
c) Artefakte: Mit Artefakten kann im Chat HTML Code, Diagramme o.Ä. ausgegeben und direkt angezeigt werden
Nachdem die Werkzeuge angeschaltet wurden, wird die Eingabe auch im Kontext des aktivierten Werkzeuges verarbeitet.

6. Agenten
Mit der Agenten-Funktion haben Sie die Möglichkeit, auf Ihre Anforderungen zugeschnittene KI-Assistenten zu nutzen bzw. zu erstellen. Agenten können dazu mit anderen Diensten, eigenen Dateien oder Anweisungen ausgestattet werden, sodass Sie sich aus diesen Parametern einen angepassten Assistenten zusammenstellen können.
Sie können (wie rechts im Screenshot dargestellt) entweder
(1.) Agenten nutzen, die andere Nutzer*innen erstellt haben, indem Sie den Agenten-Markplatz links unter Chatverlauf in der Seitenleiste besuchen oder
(2.) eigene Agenten über den entsprechenden Menüpunkt in der Seitenleiste erstellen.
(3.) Einmal ausgewählte bzw. erstellte Agenten sind dann über die Modellauswahl unter „My Agents“ auswählbar.
Weiterführende Informationen zu dem Auswählen bzw. Erstellen sowie Teilen von Agenten über den Marktplatz finden Sie hier.

7. Prompts
Außerdem können Sie in der Seitenleiste Prompts, die Sie oft nutzen vorbereiten. Dazu klicken Sie auf „Prompt erstellen“. Im Folgenden können Sie dem Prompt Eigenschaften wie einen Namen oder eine Kategorie geben.
In Zukunft können Sie dann einfach auf den vorgefertigten Prompt in der Seitenleiste klicken und er wird direkt in der aktuellen Konversation abgeschickt.

8. Erinnerungen
Die Erinnerungen-Funktion speichert Informationen über mehrere Unterhaltungen hinweg, um personalisierte und kontextbezogene Antworten zu ermöglichen. Wenn Erinnerungen in der Seitenleiste aktiviert wurden, kann die KI Nutzerpräferenzen, wichtige Fakten und den Gesprächskontext abrufen, um künftige Interaktionen zu verbessern.

Datenschutz

Grundlegende Informationen zu den Unterschieden zwischen verschiedenen KI-Sprachmodellen finden Sie auf dieser Seite.

Unter kiwi.uos.de können Sie zwischen zwei Instanzen wählen:

kiwi-secure

nur lokale Modelle
eingeschränkte Werkzeugnutzung

kiwi-connect

lokal und extern betriebene Modelle
umfangreiche Werkzeugnutzung

Was passiert mit meinen Daten?

Die Chats in kiwi-secure werden nur auf den Servern der Universität Osnabrück gespeichert. Der anlassbezogene Zugriff auf personenbezogene Daten und Chatverläufe ist auf ein für den Betrieb und die Wartung der Plattform unbedingt erforderliches Maß beschränkt und für technisches Personal nur im rechtlichen Rahmen möglich und erlaubt.
Daraus folgt: Dozierende, Vorgesetzte o.ä. können Chats in keinem Fall einsehen.

Auch in kiwi-connect werden die Chats auf den Servern der Universität Osnabrück gespeichert.
Werden Funktionen genutzt, die Daten herausgeben (also bspw. externe Sprachmodelle oder die Websuche), werden Daten ohne jegliche Nutzerzuordnung weitergegeben. Wenn Sie in den Nachrichten, Tools etc. selbst Ihre personenbezogenen Daten eingeben, werden diese aber entsprechend weitergegeben. Externe Anbieter sehen ansonsten nur die verschickte Nachricht. Diese kommt aber immer nur von der „Universität Osnabrück“. Diese Anbieter können die Chats ebenfalls speichern und u.U. rechtlich angewiesen werden, Daten herauszugeben. Wir bemühen uns bei Kooperationen mit externen Dienstleistern, einen Serverstandort in der EU sicherzustellen. Leider ist das nicht immer möglich.
Achten Sie bei kiwi-connect also darauf, dass Sie keine sensiblen Daten (z.B. Informationen von oder über andere Personen) eingeben.

Was ist der Unterschied zwischen lokalen und externen Modellen?

lokale Modelle (u.U. für sensible Daten):
Angehörige der Uni Osnabrück können in kiwi-connect auf lokal betriebene Modelle zugreifen. Die Daten werden dann auf Servern der Universität Osnabrück verarbeitet und verlassen das Uninetz nicht!
Solange Sie keine Werkzeuge aktiviert haben (wie unter Bedienung > Werkzeuge oben beschrieben), die Daten an Dritte weitergeben (wie bspw. die Websuche), dürfen Sie sensible Daten eingegeben.

externe Modelle (🚫 für sensible Daten):
Zusätzlich gibt es in kiwi-connect die Möglichkeit, mit Sprachmodellen von externen Anbietern zu interagieren, ohne dass Sie sich hierfür eigene Accounts anlegen müssen. kiwi übermittelt bei der Anmeldung keine persönlichen Daten. Darüber hinaus wird verhindert, dass Ihre Eingaben einer Person zugeordnet werden können. Durch eine Zusatzvereinbarung ist geregelt, dass die Chat-Inhalte nicht als Trainingsdaten verwendet werden sollen. Die Eingaben werden aber an die externen Anbieter gesendet und aus rechtlichen Gründen vorübergehend auf ihren Servern gespeichert. Dennoch sind so die Anforderungen für den Einsatz von kiwi-connect in der Lehre auch bei externen Modellen erfüllt.

Beachten Sie bitte: Die Ausgaben von KI-Systemen können fehlerhaft sein und müssen überprüft werden! Nutzen Sie die Systeme in zulässigem und geeignetem Maße und beachten Sie dabei das Urheberrecht.

Guthaben

Die Universität Osnabrück hat ein wöchentliches Tokenlimit für die Nutzenden von kiwi gesetzt, um die Kosten für das Einkaufen externer bzw. das Betreiben lokaler Modelle zu steuern:

Bei kiwi-secure gibt es praktisch kein Limit, da das Guthaben extrem hoch gesetzt und die Kosten der lokalen Modelle sehr niedrig sind.
Bei kiwi-connect ist das Guthaben begrenzt, da über den Einkauf externer Dienste deutlich höhere Kosten entstehen. Dieses Guthaben passen wir dynamisch an die real entstehenden Kosten an.

Das aktuelle Guthaben kann in kiwi, bei den Einstellungen des jeweiligen Accounts unten links, eingesehen werden. Außerdem gibt es eine ausführlichere Übersicht „Saldo“ in den Einstellungen:

Die verschiedenen Modelle, die in kiwi genutzt werden können, sind unterschiedlich teuer. Lokal an der UOS betriebene Modelle sind im Vergleich günstiger – bei den extern eingebundenen Modellen gibt es große Unterschiede in den Kosten, die sich zudem regelmäßig ändern. Überprüfen Sie deshalb bei der Nutzung Ihr Guthaben. Ist das Guthaben verbraucht, können für den Rest des „Intervalls“ keine neuen Anfragen an kiwi gestellt werden. Es wird dann bei einer Anfrage die Fehlermeldung „Insufficient Funds!“ ausgegeben.

Exemplarische Nutzungsszenarien

Sie können kiwi für und in Ihrer Lehre nutzen!
Das Portal kann Sie bei Ihren Aufgaben als Lehrende*r auf vielfältige Art und Weise als Impuls- und Feedbackgeber unterstützen, z.B.:

  • bei der Konzeption Ihrer Lehrveranstaltungen
  • bei der Erstellung von Ablaufplänen, der Fomulierung von Lernzielen oder Aufgabenstellungen für Klausuren
  • bei der kritischen Überprüfung eigener Lernmaterialien oder -konzepte, die Sie in der Vergangenheit erstellt haben

Aufgrund der datenschutzrechlichen Vorteile können Sie kiwi darüber hinaus auch in Ihrer Lehrveranstaltung einbinden. Sie können Ihre Studierenden bspw. dazu auffordern,

  • eine Lernaufgabe mithilfe des KI-Portals zu bearbeiten und kritisch zum KI-generierten Output Stellung zu beziehen.
  • sich Feedback zu einem Text geben zu lassen, den die Studierenden formuliert haben.
  • die Korrektheit eines von der KI generierten Outputs überprüfen zu lassen.

Weitere Anwendungsbeispiele wurden im aufgezeichneten LehrSnack zu kiwi am 03.04.25 gezeigt:

Das Transkriptionstool kann gesprochene Sprache aus Audio- oder Videodateien in Text umwandeln. Es handelt sich um ein Produkt von OpenAI, das – im Gegensatz zu deren Chatbot – komplett lokal und damit zu 100% datenschutzkonform betrieben werden kann. Unsere Whisper-Instanz läuft auf Servern der Universität Osnabrück; alle Daten, die über Whisper gesendet werden, werden lokal verarbeitet. Das bedeutet: Whisper ist bspw. nutzbar für die Transkription von Interviews im Rahmen quantitativer und qualitativer Forschung oder die Erstellung von Skripten und Protokollen.

Das Transkriptionstool unterstützt in seiner jetzigen Form zehn verschiedene Sprachen und bietet die Möglichkeit, für die Transkription aus zwei verschiedenen KI-Modellen zuwählen. Das „Base Model“ erstellt grobe Transkriptionen schnell und einfach, das Modell „large-v3“ braucht deutlich länger, liefert aber die genaueren und detaillierteren Ergebnisse. Die Ausgabe des transkribierten Texts erfolgt direkt auf der Tool-Oberfläche. Sie können den Text dort beliebig bearbeiten und ihn dann in diversen Formaten herunterladen. Momentan bietet die UOS folgende Dateiformate als Downloadoption: srt und vtt für Untertitel und json und txt, um die Transkriptionen in Text-Editoren zu bearbeiten.

Grundsätzlich ist Whisper für erste und unkomplizierte Transkriptionen von Audio- oder Videodateien gedacht und kein ausgereiftes Transkriptionstool mit Speicherkapazität.

Hinweise & Anleitungen zur Bedienung

Whisper lässt sich entweder direkt über die URL transcription.uni-osnabrueck.de aufrufen oder aus Stud.IP über die KI-Toolbox in einem Kurs einbinden. Die Anmeldung erfolgt mit Ihrer LDAP-Kennung. Alle Einstellungsmöglichkeiten für die Transkription finden Sie in der Sidebar auf der linken Seite. Wählen Sie zunächst die Datei, die Sie hochladen wollen. Der Datei-Upload erfolgt entweder über Drag and drop oder den „Browse files“ Button.

Über die beiden Drop-Down-Menüs unter dem Upload-Fenster können Sie die Sprache und das Transkriptionsmodell auswählen. Zum jetztigen Zeitpunkt können Sie Dateien und Videos in folgenden Sprachen transkribieren:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Spanisch
  • Französisch
  • Italienisch
  • Japanisch
  • Niederländisch
  • Portugiesisch
  • Ukrainisch
  • Chinesisch

Über den Schieberegler „Detect different speakers“ können Sie einstellen, ob der Text in der Transkription in Segmente pro Sprecher:in unterteilt werden soll. Wir empfehlen Ihnen, diese Option immer eingeschaltet zu lassen, es sei denn Sie transkribieren eine Tonspur mit nur einem:r Sprecher:in. Im Drop-Down unter dem Schieberegler können Sie außerdem die Anzahl der Sprecher:innen festlegen.

Mit Beendigung der Transkription öffnet sich auf der Tooloberfläche ein Texteditor, über dem die Tonspur eingebettet ist. So können Sie den Text überarbeiten, während Sie die Audiospur nochmal gegenhören. Wenn Sie mit der Transkription zufrieden sind, können Sie die Datei in den oben genannten Formaten herunterladen.

Exemplarische Nutzungsszenarien

Transkriptionen sind in vielen Studiengängen ein wichtiger Bestandteil der akademischen Praxis. Mithilfe der lokalen Whisper-Instanz können Studierende und Lehrende nun sicher und datenschutzkonform auch sensible Interviews ohne großen Mehraufwand transkribieren.

Sie können Whisper beispielweise auch nutzen, um Meetings zu protokollieren oder Transkripte von Vorträgen bzw. Vorlesungsaufzeichnungen zu erstellen. Da das Tool lokal an der UOS gehostet wird und sämtliche Daten nur auf universitätseigenen Servern verarbeitet werden, ist auch die Eingabe personenbezogener Daten unproblematisch. Beachten Sie jedoch unbedingt: Die Aufzeichnung gesprochenen Wortes setzt in jedem Fall eine Einwilligung seitens der*des Sprechenden voraus.


Unsere innovativen, KI-bezogenen Erweiterungen von Stud.IP

Die KI-Toolbox bietet einen zentralen Ort in Ihrer Stud.IP-Veranstaltung, an dem Sie Ihren Studierenden alle relevanten Informationen zum Thema KI in Ihrem Kurs zugänglich machen können. Zusätzlich lassen sich hier ausgewählte Tools, die von der UOS zur Verfügung stehen, direkt und ohne weitere Anmeldung aufrufen.

Sie können in der KI-Toolbox die an der Universität verfügbaren Tools direkt in Ihrem Kurs verfügbar machen. Der große Vorteil daran ist, dass die Studierenden so die Tools direkt durch den Stud.IP-Kurs betreten, sie können hier also ganz klare Impulse setzen, indem Sie bestimmte Tools explizit (nicht) zur Verfügung stellen. Außerdem erhalten die Studierenden in der KI-Toolbox relevante Tipps zur Nutzung der Tools sowie rechtliche und datenschutztechnische Hinweise.

Die KI-Toolbox bietet Ihnen zudem eine einfache Möglichkeit, Regeln für den Umgang mit KI-Tools in Ihren Lehrveranstaltungen aufzustellen, sogenannte Rules For Tools. Die Rules For Tools geben sowohl Ihnen als auch den Studierenden eine wichtige Referenz dafür, wie der Umgang mit KI im jeweiligen Kurs erfolgen sollte. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich mit dem Thema Rules For Tools auseinanderzusetzen, da ein informierter und transparenter Umgang mit dem Thema KI an der Hochschule für eine effektive Lehre enorm relevant ist. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf dieser Seite unseres Portals.

Hinweise & Anleitungen zur Bedienung

Die Aktivierung des KI-Toolbox-Plugins funktioniert — genau wie bei allen anderen Stud.IP-Plugins auch — über die Verwaltungsseite in Ihrem Stud.IP-Kurs. Per Checkbox lässt sich das Plugin hier wie gewohnt ein- und ausschalten. Über das Augensymbol lässt sich auch der komplette Reiter in Stud.IP (un-)sichtbar schalten. So können Sie das Plugin auch erstmal in Ruhe testen, bevor Sie es den Studierenden zur Verfügung stellen.

Wenn Sie die KI-Toolbox zum ersten Mal betreten, wird Ihnen zunächst eine Landing Page mit allgemeinen Informationen zur Funktions- und Nutzungsweise des Plugins angezeigt. Von hieraus haben Sie zwei Optionen: Sie können entweder direkt mit dem Anlegen der Rules For Tools starten oder Sie schauen sich erst einmal in der eigentlichen Plugin-Oberfläche um. Bitte beachten Sie: erst wenn Sie die Einrichtung der Rules For Tools abgeschlossen haben, können Sie KI-Tools aktivieren und Ihren Studierenden zur Nutzung über die Toolbox zur Verfügung stellen.

Einrichtung der Rules For Tools

Die Rules For Tools lassen sich entweder direkt aus der Tooloberfläche, oder über die o.g. Landing Page in einem separaten Dialogfenster konfigurieren. In dieser Ansicht finden Sie neben einigen grundlegenden Informationen und Leitfragen zur Erstellung von Rules For Tools ein Textfeld, in dem Sie Ihre Rules For Tools festhalten können.

Uns ist bewusst, dass die Erstellung einer solchen Richtlinie durchaus Zeit und Aufwand in Anspruch nehmen kann. Wir haben deshalb eine frei lizensierte Vorlage von Prof. Dr. Christian Spannagel direkt in der KI-Toolbox hinterlegt, die Sie durch einen Klick auf den Button unterhalb des Textfeldes einfügen und ggf. nach Belieben weiter bearbeiten können. Über die Checkbox unterhalb des Textfeldes lassen sich die Rules For Tools für die Studierenden (un-)sichtbar schalten.

Aktivieren von KI-Tools

Die Aktivierung der KI-Tools in der Toolbox ist denkbar einfach: Klicken Sie einfach die Checkbox in der oberen linken Ecke des jeweiligen Toolbereichs an. Wenn der Balken an der linken Seite des Tools grün ist, ist das Tool aktiviert und für die Studierenden sichtbar. Rechts neben den jeweiligen Logos finden Sie einige Tipps zur Nutzung der Tools sowie einen Hinweis, ob es sich dabei um ein lokal gehostetes oder ein externes Tool handelt. Über den Button „Tool starten“ gelangen Sie direkt in die Tooloberfläche. Es ist keine erneute Anmeldung im Tool erforderlich.

Exemplarische Nutzungsszenarien

Die KI-Toolbox ermöglicht es Ihnen und Ihren Studierenden ausgewählte KI-Tools in einer Lehrveranstaltung zu nutzen. Durch die Integration in Stud.IP lassen sich die Tools einfach in jeder Veranstaltung einsetzen und ausprobieren. Impulse für den Einsatz in der Lehre finden Sie auf der Seite „Wie kann die Lehre reagieren?

KI-Quiz ist ein innovatives Stud.IP-Plugin, das das Large Language Model von OpenAI nutzt. Entwickelt wurde es durch das Entwicklerteam am Zentrum virtUOS in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück.

Das KI-Quiz-Plugin erweitert die Courseware um einen neuen Block, über den Fragen zu den Textinhalten einer Courseware-Seite generiert werden können. Der Block umfasst ein Antwortfeld, in dem die Fragen direkt beantwortet werden können. Zu jeder eingegebenen Antwort gibt KI-Quiz ein Feedback, in dem es unter Bezugnahme auf die Textinhalte der Courseware-Seite die Korrektheit der Antwort bewertet.

Der große Vorteil aus datenschutzrechtlicher Perspektive besteht darin, dass die Studierenden mit dem gpt-Model von OpenAI interagieren können, ohne sich selbst einen Account anlegen zu müssen.

Hinweise & Anleitungen zur Bedienung

Um Ki-Quiz zu nutzen, folgen Sie folgenden Schritten:

Courseware in Stud.IP-Veranstaltung aktivieren, Lernmaterial hinzufügen, Seite anlegen und Abschnitte & Blöcke einfügen

Falls Sie bislang noch nicht mit Courseware gearbeitet haben, finden Sie hier unter „Hinweise & Anleitungen zur Bedienung“ ausführliche Informationen dazu, wie Sie bei den genannten Aktionen vorgehen.

Textinhalte erstellen

Wie bereits erwähnt, generiert KI-Quiz Fragen zu den Textinhalten einer Courseware-Seite – diese müssen Sie also einfügen.

KI-Quiz-Block einfügen und aktivieren

Den KI-Quiz-Block finden Sie im „Elemente hinzufügen“-Menü im Akkordeon „Aufgaben und Interaktion“. Haben Sie den KI-Quiz-Block hinzugefügt, müssen Sie zur Aktivierung folgende Angaben machen (s. Screenshot):

  • Titel des Blocks festlegen
  • OpenAI-Key wählen: Für die Generierung der Fragen und die Bewertung der Antworten wird eine API von OpenAI verwendet. Daher ist für die Nutzung des Blocks ein kostenpflichtiger API-Key zwingend erforderlich – an dieser Stelle können Sie wählen, ob Sie den hochschulweiten API-Key („Zentraler API-Key“) oder Ihren eigenen API-Key („Eigener API-Key) nutzen möchten. In letzterem Fall tragen Sie die Kosten, die bei der Nutzung von KI-Quiz entstehen, selbst: Diese liegen ungefähr bei $ 0.0020 / 1K token, wobei 1000 Token laut OpenAI ungefähr 750 Wörtern entsprechen – 35.000 Wörter kosten somit in etwa $ 1. Der hochschulweite API-Key hat ein globales monatliches Tokenlimit von 800€ gesetzt. Ist dieses Limit verbraucht, können für den Rest des Monats keine neuen Anfragen über KI-Quiz gestellt werden.
  • Verfahren zur Generierung von Fragen definieren: Wählen Sie die Option „Zufällig“, generiert KI-Quiz bei jeder Aufforderung eine neue Frage und einen Lösungsvorschlag auf Basis der Textinhalten der Courseware. Möchten Sie als Lehrende*r sichergehen, dass die Fragen und Lösungsvorschläge inhaltlich korrekt und passend zu Ihren Lernmaterialien sind, wählen Sie „Fragenpool“ – dann generiert KI-Quiz die Anzahl an Fragen, die Sie in der Zeile darunter festlegen. Unter dem Reiter „Fragenpool“ können Sie die Fragen einsehen und bearbeiten (mehr dazu s. unten).
  • zu übermittelnden Inhalt eingeben: An dieser Stelle legen Sie den Inhalt fest, zu dem KI-Quiz Fragen generiert und auf dessen Basis es Feedback gibt. Setzen Sie den Haken bei „Inhalt aus Textblöcken mitsenden“, werden bei jeder Anfrage an KI-Quiz sämtliche Textinhalte der betreffenden Courseware-Seite mit an das Sprachmodell übermittelt. Alternativ können Sie die relevanten Inhalte auch manuell in das Textfeld einfügen.
  • optional zusätzliche Anweisungen definieren: An dieser Stelle können Sie bspw. vorgeben, dass KI-Quiz bestimmte Fragen nicht stellen soll o.ä.
  • Sprache wählen: Sie können festlegen, ob die Fragen & das Feedback von KI-Quiz auf Deutsch oder Englisch generiert werden sollen.
  • Schwierigkeitsgrad festlegen: Hier können Sie vorgeben, ob die von KI-Quiz generierten Fragen „einfach“ oder „schwer“ sein sollen.

Das Fragenpool-Feature

Detaillierte Editierungen im Fragepool vornehmen

Mit der Funktion Fragenpool haben Sie die volle Kontrolle darüber, welche Fragen KI-Quiz in der Courseweare generiert, indem Sie relevante Fragen zu den Inhalten detailliert spezifizieren können. Es ist möglich, den Wortlaut zu bearbeiten, den Schwierigkeitsgrad anzupassen oder dem Fragenpool weiteren inhaltlichen Kontext hinzuzufügen. Außerdem können Sie die Anzahl der angezeigten Fragen festlegen und Fragen, die nicht relevant sind, einfach löschen. Bei Interesse können sie darüber hinaus das Feedback ihrer Studierenden zu einzelnen Fragen einsehen, falls diese die Option nutzen, mit dem Daumen hoch oder runter zu reagieren.

Exemplarische Nutzungsszenarien

Aktive Auseinandersetzung mit Inhalten fördern

Die unten abgebildeten Screenshots (mit einem Klick auf die Bilder werden diese vergrößert) geben einen Einblick in die Funktionsweise des Plugins. Wie anhand dieser Beispiel-Bilder ersichtlich wird, bietet es sich an, den KI-Quiz-Block in eine Courseware-Seite zu integrieren, um den Studierenden eine aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten zu ermöglichen. Schließlich können die Studierenden mit dem System interagieren und sich immer wieder neue Fragen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad stellen lassen. Auf diese Weise können die Lernenden ihr Verständnis der Courseware-Inhalte überprüfen und ihr Wissen durch Wiederholung festigen. Das Feedback und die Erklärungen können sie außerdem dabei unterstützen, Missverständnisse zu identifizieren und auszuräumen. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit besteht darin, die von KI-Quiz generierten Fragen gedanklich zu beantworten und sich Musterlösungen anzeigen zu lassen – KI-Quiz kann also ähnlich wie ein klassisches Karteikarten-Set bspw. zur Klausurvorbereitung genutzt werden, jedoch mit Lerninhalten, die in Echtzeit durch die KI generiert werden.

Screenshot von einem Textblock in der Courseware zum Thema "Quiz"
Screenshot einer Courseware-Seite mit Textinhalt
Screenshot einer von StudiGPT generierten Frage und im Antwortfeld eingetippter ANtwort
Screenshot einer von KI-Quiz generierten Frage zum Textinhalt der obigen Courseware-Seite
Screenshot des von StudiGPT generierten Feedbacks
Screenshot des von KI-Quiz generierten Feedbacks zur eingegebenen Antwort
Kompetenzen im Umgang mit generativen KI-Tools erweitern

Auf einer grundsätzlichen Ebene können die Studierenden durch die Nutzung von KI-Quiz ihre Kompetenz im Umgang mit generativen KI-Tools erweitern. So bietet die Arbeit mit dem Plugin beispielsweise einen hervorragenden Ausgangspunkt zur kritischen Reflexion von Potentialen und Grenzen des GPT-Models.